Anabolika kann Gynäkomastie verursachen

Anabolika kann Gynäkomastie verursachen

 

Jeder Mann kennt das Gefühl irgendwie nicht ganz mit dem Körper zufrieden zu sein. Die ständigen Leitbilder in den Medien verleiten viele auch denselben Astralkörper haben zu wollen.

Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Männer anfangen, ihren Körper mit mehr Muskeln aufzupeppen. Und weil das mit dem Muskelaufbau manchmal viel zu lange dauert, greifen viele auch auf Anabolika.

Anabolika kommt in sehr vielen unterschiedlichen Formen vor. Interessante Namen wie Nandrolon, Stanozolol oder Metenolon sind einige der bekanntesten anabolen Steroide.

 

Mit Anabolika erreicht man, dass der Körper die Proteinsynthese anregt, was bedeutet, dass die Produktion von Eiweißen im Körper zunehmen. Dadurch kann man durch Muskeltraining den Aufbau von Muskelmasse beschleunigen. Wohlgemerkt, ohne Training wird man keine nennenswerten Ergebnisse erzielen können.

 

Gewichtszunahmen sind auch zu beobachten, jedoch rühren diese durch Wassereinlagerungen in den Muskeln her.

Aber der Fettabbau ist eine weitere Eigenschaft der Anabolika. Dies ist natürlich auch ein weiteres Ziel eines jeden „Muskelaufbauers“, der ja nicht nur massig wegen erhöhter Muskelsubstanz aussehen will, sondern auch definiert und ästhetisch.

 

 

Nebenwirkungen von Anabolika

 

All das hört sich auf den ersten Blick sehr gut an. Wären da aber nicht diese lästigen Nebenwirkungen. Wer anabole Steroide zu sich nimmt, der blockiert damit die körpereigene Produktion von Testosteron, denn Steroide üben dieselbe Funktion aus wie eben Testosteron auch. Daher wird der Körper keine eigenen männlichen Hormone mehr bilden, denn die externe Zufuhr ist ja mehr als genug.

 

Das Problem jedoch:

Sobald man die Steroide absetzt, bildet der Körper nicht sofort wieder eigenes Testosteron. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die weiblichen Hormone im Körper überwiegen, denn jeder sollte wissen, dass auch Männer einen gewissen Anteil an Östrogenen besitzen.

Dieses weibliche Hormon sorgt nun dafür, dass eine sogenannte Fettbrust beim Mann entsteht. Das Fachwort dazu wird Gynäkomastie bezeichnet und ist leider nur noch operativ wegzubekommen.

 

Die unerwünschte Männerbrust ist nur ein Teil von vielen Nebenwirkungen. Es gibt auch verheerendere Erscheinungen, die auch tödlich sein können. Das Herz wird bei Anabolika-Konsumenten nach einer gewissen Zeit so sehr beansprucht, dass die linke Herzkammer nur noch die Hälfte des Bluts pumpen kann wie die eines normalen Menschen. Dies erhöht zwangsläufig die Wahrscheinlichkeit für Herzversagen.

 

Wie man sieht, sind die Nebenwirkungen von Steroiden schwerwiegender als deren Nutzen. Man muss auch bedenken, dass niemand einen Leben lang diese Stoffe einnehmen können wird. Spätestens bei der Absetzung werden die Muskeln wieder auf deutliches reduziert sein. Da fragt man sich, warum man dann so viel dafür tut und letzten Endes auch viel Geld ausgibt und zudem mit Lebensgefahr lebt. Eine Lebensqualitätssteigerung ist dies sicherlich nicht.